Primary Care

Infektanfälligkeit

Erhöhte Infektanfälligkeit

Häufen sich Infektionen, dann sollte eine immunologische Diagnostik stattfinden. Oft wird diese bereits vom Hausarzt empfohlen. Nach Überweisung zum Facharzt wird der Immunologe besonders das spezifische zelluläre und humorale (Antikörper) Immunsystem untersuchen.

Häufig kann es beispielsweise im Rahmen eines „variablen Immundefektsyndroms“ (auch CVID: Common variable Immunodeficieny) zu Störungen in der Reifung des spezifischen zellulären Immunsystems oder zu Problemen im „Klassenswitch“ der Immunglobuline kommen, was sich in einer verstärkten Infektanfälligkeit äußert.

Zusätzlich kann es dann über die dauerhafte Belastung des Immunsystems zu zeitweisen Defiziten kommen, die dann über eine Reaktivierung von Altvirusinfektionen, z. B. bei EBV (Ebstein-Barr-Virus) oder CMV (Cytomegalievirus) zusätzlich noch einmal verstärkt werden.

In dieser Phase kommt es dann häufig auch zu Symptomen, die denen von klassischen Virusinfektionen ähneln, weil es das Immunsystem nicht mehr schafft, die Virusreaktivierung zu kontrollieren. Die Patienten zeigen dann neben der erhöhten Infektanfälligkeit auch noch Erschöpfungssymptome.

Zur Behandlung kann das Immunsystem je nach Befund unspezifisch stimuliert werden. So wird eine Kontrolle der möglichen reaktivierten Altinfektionen erreicht. In der Folge können Infektionen wieder in Häufigkeit und Dauer reduziert werden.

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