Primary Care

Sodbrennen und Reflux

Sodbrennen und Reflux (medizinisch auch GERD (gastroösophageale Refluxkrankheit) genannt, sind Beschwerden, die durch Aufsteigen von Magensäure in der Speiseröhre entstehen.

Magenschmerzen, Beschwerden im Oberbauch, Säurefluss und saures Aufstoßen sind häufige und nicht immer ernsthafte Symptome. Treten sie aber vermehrt auf, dann steigt ohne ursächliche Behandlung das Risiko, dass sich hartnäckige Krankheiten entwickeln.

Ursächlich können verborgene, ignorierte und unbehandelte Infektionen mit pathogenen Hefen, z. B. Candida albicans sein. Diese können zu einer „Kettenreaktion” führen: Im Dünndarm erzeugen krankmachende Hefen durch Fehlgärungen Gase. Diese können aufsteigen und die Magensäure in die Speiseröhre hochdrücken. Das Ergebnis ist dann Sodbrennen. Auch ein „Kloß-im-Hals-Gefühl” kann sich einstellen.

Die tatsächlichen Ursachen für Sodbrennen sind vielfältiger als es die Werbung für Arzneimittel oft suggeriert. Deshalb ist medizinisch von regelmäßiger Selbstmedikation mit „Magenaufräumern” abzuraten. Wenn Beschwerden allein durch Hemmung der Magensäure unterdrückt werden, dann können dadurch tatsächliche Ursachen übersehen und ignoriert werden.

Die Magensäure ist ein wichtiger Bestandteil des Immunsystems. Mit einer bloßen Unterdrückung der Magensäure durch Antacida oder Protonenpumpenhemmer/PPI kann also auch das Immunsystem geschwächt werden – insbesondere bei regelmäßiger Einnahme.

Sodbrennen und Reflux gehören zu den Symptomen einer gestörten Verdauung. Diese Beschwerden können darauf hinweisen, dass Organe wie Leber, Gallenblase und Nieren, der Stoffwechsel, das Immunsystem mit der Milz, die Verdauung im Magen-Darm-Trakt in ein Ungleichgewicht geraten sind. Und eben dies sollte abgeklärt werden.

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