Mikrobiologie

Mikrobiologie mit Schwerpunkt Mykologie

Hefen (Pilze), Bakterien und Parasiten sind pathogene (= krankmachende) Mikroorganismen, die viele Beschwerden verursachen können. Mikrobiologische Medizin untersucht die Erkrankungen, die durch solche Erreger erzeugt oder begünstigt werden.

Nicht alle Mikroorganismen sind pathogen. Das heißt nicht alle Mikroorganismen erzeugen körperliche Beschwerden oder machen krank. Im Gegenteil, viele Mikroorganismen sind sehr wichtig für den Stoffwechsel, die Verdauung und viele andere Prozesse im Körper.

Deshalb wird zum Beispiel bei Darmerkrankungen von einem Mikrobiom gesprochen. Das Mikrobiom besteht bei Menschen z. B. aus etwa 100 000 Milliarden Bakterien, das sind hundert Mal mehr Bakterien als Körperzellen. Deshalb gilt es bei der Verdauung und beim Stoffwechsel zwischen den förderlichen Mikroorganismen und störenden Erregern zu unterscheiden.

Vom Mikrobiom zu sprechen ist derzeit populär. Es ist aber wichtig, die Funktion der Organe in diese Betrachtungen einzubeziehen und den Zusammenhang zwischen Verdauung und Organfunktionen zu beachten.

Unsere mikrobiologische Fachpraxis ist auf die Diagnostik von Verdauungsstörungen, Organstörungen und vielen aus solchen Störungen resultierenden Erkrankungen spezialisiert. Viele Infektionen und Mischinfektionen mit pathogenen Hefen, Bakterien und Parasiten bleiben oft lange Zeit unentdeckt oder unbehandelt. In der Routinemedizin bleiben heute mikrobiologische Erkenntnisse oft unberücksichtigt. Sie sind arbeitsintensiv und in ihrer Handhabung erläuterungsbedürftig. Die konsequente und dabei den Körper nicht belastende Suche nach solchen Krankheitserregern ermöglicht aber eine bessere Medizin. Dadurch können fortschreitende Organschädigungen vermieden werden – und es kann chronischen Verläufen vieler Krankheiten vorgebeugt werden.

Pathogene Hefen (Pilze) werden oft in ihren langfristigen Auswirkungen auf die Organe unterschätzt. Durch Jahrzehnte der Vernachlässigung der Mykologie in der medizinischen Ausbildung sind die Auswirkungen vielfältig. Die Bedeutung der Mykologie ist vielen Ärzten nicht mehr bewusst. Deshalb wird kaum mykologisch diagnostiziert und therapiert. Mangelndes Wissen und mangelnde Erfahrung führen zu immer größeren Behandlungsdefiziten. In manchen Ländern und Regionen sind Antimykotika wegen gesunkener Nachfrage in Apotheken nicht einmal mehr verfügbar, was die Routinemedizin erschwert.

Das fehlende Bewusstsein für durch vielen Studien belegte medizinische Erfordernisse hat über Jahrzehnte zu einer Medizin geführt, die meint mikrobiologische Medizin durch andere Methoden ersetzen zu können. Kaum beachtet entstehen so neben Magen-Darm-Erkrankungen eine Fülle von Krankheits- und Beschwerdebildern, die oft nur noch symptomatisch behandelt werden.

Das hat gravierende Folgen für alle Beteiligten. Aus diesen Gründen haben wir in unsere Check-ups mikrobiologische Untersuchungen integriert, um den tatsächlichen Ursachen auf den Grund zu gehen.

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