Chronische Müdigkeit und Burnout

ANAMNESE AUSFÜLLEN

Körperliche Ursachen für Erschöpfung, Burnout und ähnliche Beschwerden werden oft unterschätzt.

Durch die individuellen Alltagsbelastungen mit Familie und Beruf, durch Schichtarbeit oder häufige Reisen, durch einen besonderen Druck im Berufs- oder Privatleben kann es bei jedem Menschen phasenweise zu Müdigkeit und Erschöpfung kommen. Das ist normal.

Ernsthaft auseinandersetzen sollte man sich mit der Ursachenfindung, wenn die beschriebenen Symptome überhandnehmen, kontinuierlich auftreten und man im Alltag stark beeinträchtigt wird.
Handlungsbedarf besteht sicherlich auch, wenn schwere Erkrankungen wie zum Beispiel Virusinfektionen sowie die hochgradig gesundheitsbelastenden Maßnahmen gegen Epidemien zu Erschöpfung, Müdigkeit und Abgeschlagenheit führen.

Körperliche Ursachen für Erschöpfung

Nicht immer aber sind psychische Gründe oder eine große Arbeitsbelastung Auslöser einer chronischen Müdigkeit (auch CFS/Chronic Fatigue Syndrom) oder eines „Burnouts“ (wie eine persönliche große Überlastungskrise von Physis und Psyche auch genannt wird).

Mögliche Ursachenketten für Erschöpfungsbeschwerden werden oft unterschätzt. In der Regel treten Burnout und chronische Erschöpfung nicht isoliert auf. Oft haben Betroffene gleichzeitig weitere Beschwerden. Deshalb ist es schwierig, die Ursachenketten zu erkennen.

Wenig beachtet wird: Burnout oder ähnliche Beschwerden stehen am Ende einer langen Entwicklung und können eine Folge komplexer körperlicher Störungen sein, die sich über lange Zeit hinweg entwickelt haben. Erst im Nachhinein reagiert die Psyche mit Überforderung. Diesem aktuellen Zustand ist etwas vorausgegangen, das oft nicht oder kaum bemerkt wurde. Eine Störung körperlicher Fehlfunktionen hat damit die Psyche erreicht.

Die entscheidende Maßnahme bei chronischer Erschöpfung und Burnout ist die Herstellung körperlicher Gesundheit und Kraft. Folglich kommt es darauf an, die wechselseitige Wirkungsverstärkung von Störungen zu unterbrechen. Dabei stehen im Vordergrund:

  • Infusionstherapien zur Modulation des Immunsystems
  • Diagnostik und Therapie bei erhöhter Infektanfälligkeit
  • Diagnostik bei Chronic Fatigue Syndrom und Myalgischer Encephalomyelitis
  • Ausschlussdiagnostik und Immuntherapie bei Burn-out
  • Allergiediagnostik und Therapie
  • Diagnostik bei Autoimmunerkrankungen

Gemeinsam haben diese Störungen großen Einfluss auf das körperliche und seelische Gleichgewicht. Deshalb ist die Verbindung der ursächlichen Betrachtung von Physis und Psyche, wie auch von der Traditionellen Chinesischen Medizin vorgenommen, wichtig.

Sprechen Sie uns gerne auf geeignete Untersuchungen oder Check-ups zur Abklärung an.

Häufig gestellte Fragen zu chronischer Müdigkeit, CFS und Burnout

  • Was ist der Unterschied zwischen Müdigkeit, Erschöpfung, CFS und Burnout?

    Müdigkeit ist normal und vergeht mit Schlaf. Erschöpfung hält an, bessert sich aber in Erholungsphasen. CFS (Chronic Fatigue Syndrom) bezeichnet eine Erschöpfung über mindestens sechs Monate, die durch Ruhe nicht besser wird und sich nach Belastung verschlechtert. Burnout beschreibt eine Überlastungskrise von Körper und Psyche, meist im beruflichen Kontext. Alle drei können dieselben körperlichen Ursachen haben.

  • Ist Burnout eine körperliche oder eine psychische Erkrankung?

    Beides – aber die Reihenfolge wird oft falsch gesehen. Häufig steht am Anfang eine körperliche Störung, die lange unbemerkt blieb: Infektionen, Organfunktionsstörungen, ein überlastetes Immunsystem. Die Kraftreserven schwinden schleichend, und erst am Ende reagiert die Psyche mit Überforderung. Deshalb sollten körperliche Ursachen abgeklärt sein, bevor allein psychotherapeutisch behandelt wird.

  • Welche körperlichen Ursachen können hinter ständiger Müdigkeit stecken?

    Chronische Infektionen mit Hefen, Bakterien oder Parasiten, Funktionsstörungen von Leber, Nieren oder Milz, Schilddrüsenstörungen, Eisen- und Vitamin-D-Mangel, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Autoimmunerkrankungen und die Folgen schwerer Virusinfektionen. Meist wirken mehrere dieser Faktoren zusammen – und verstärken sich gegenseitig.

  • Was tun bei Erschöpfung nach Corona oder anderen Virusinfektionen?

    Anhaltende Erschöpfung nach einer Virusinfektion sollte nicht abgewartet, sondern untersucht werden. Wir prüfen Immunsystem, Organfunktionen und mögliche Begleitinfektionen, die die Erholung blockieren. Behandelt wird gezielt nach Befund – unter anderem mit Infusionstherapien zur Modulation des Immunsystems und ursachenmedizinischer Therapie.

  • Welcher Arzt ist bei chronischer Müdigkeit zuständig?

    Zunächst die Allgemein- oder Innere Medizin, um Blutbild, Schilddrüse, Eisen und Vitamin D zu prüfen. Sind diese Werte unauffällig, endet die Suche oft mit „psychosomatisch“. Wir gehen einen Schritt weiter und untersuchen Infektionen, Organfunktionen und deren Wechselwirkungen – mit dem Check-up CFS/Burnout.

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